Erlebnis der dritten Art

  • Hi,

    hatte kürzlich ein Erlebnis, das mich anregte über die Führerscheinabgabe nachzudenken.

    Parke ja in meiner Tiefgarage rückwärts gegen eine Betonwand ein. Fahre dabei bis auf ca. 20cm an die Wand ran. Benutze dabei den Rückspiegel um den Abstand zu kalkulieren.

    Ich fuhr also ganz langsam rückwärts, sah noch ausreichend Abstand und plötzlich rummste es. War gegen die Wand gefahren. Gottlob ohne Schaden am Auto.

    Kam ins Grübeln. Hattest Du einen Blackout, kannst Du Abstände nicht mehr richtig einschätzen, hat sich was an Deinen Augen verändert? Bist Du überhaupt noch verkehrstüchtig?

    Einen Tag später kam mir plötzlich ein Verdacht. Ist etwa Dein Rückspiegel auf abblenden eingestellt. Dann wird ja der Abstand anders dargestellt. Ein nachfahrendes Auto sieht zB. weiter weg aus. Tatsächlich, das war der Fall. Irgendwann im Winter bei der Innenraumpflege offenbar umgestellt. Eine böse Falle, die ich mir selbst gestellt hatte. Aber meine Selbstzweifel waren damit beseitigt.

    • Offizieller Beitrag

    Beim Corrado mit ausgefahrenem Spoiler kann man den Abstand ja sehr gut einschätzen und problemlos bis auf 2 cm genau und ohne Feindberührung rückwärts an einer Wand einparken. Mit abgeblendetem Rückspiegel hab ich's aber noch nie probiert, weil meine Wände mich nicht blenden. :) Bisher jedenfalls. :winking_face:

  • schuld war ja der abgeblendete Innenspiegel. Und das fällt ja nicht so ohne weiteres auf( ha, ha- erst wenn es rummst). Die beiden Aussenspiegel fahre ich natürlich auch immer optimal eingestellt.

  • Trotzdem ist das ein Thema bei dem ich regelmäßig Bauchschmerzen bekomme. Ich wohne recht ländlich und kann leider sehr oft beobachten wie ältere Herrschften am Sonntag bevorzugt den großen Mercedes aus der Garage holen.

    Prinzipiell nichts gegen einzuwenden.

    Wenn dann aber auf der Landstraße mit ca. 60 getuckert wird und andere Verkehrsteinehmer teilweise in schlangen dahinter hängen.

    Ich persönlich bin für mindestens eine jährliche ärztliche Untersuchung ab 60.

    Ab 70 sollte einmal im Jahr eine Fahrstunde absolviert werden ob man überhaupt noch in der Lage ist ein PKW sicher zu führen.

    Gruß Marco

    94er VR6K mit 16Bit, Doppel-Airbag, E-Recaros, Climatronic ECON, Mark20, Hartmann, SWRA, GRA und noch viel viel mehr in LK1B :biggrin:

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  • Ich muß zb. alle 5 Jahre eine ärztliche Untersuchung machen ansonsten verfällt mein LKW Führerschein ........

    Man kann zb. die Sehkraft prüfen. Diese wird schleichend schlechter. Man denkt man sieht perfekt. Wenn man dann beim Augenarzt sitzt merkt man erst wie blind man doch eigentlich ist.

    Gruß Marco

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  • Die Diskussion hat immer ein FÜR und WIDER aber ich denke auch, dass ein grundsätzliche Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ab Eintritt Rentenalter schon sinnvoll wäre (Renter-TÜV alle 2 Jahre).

    Natürlich muss die Tauglichkeit der Fahrzeugführer selbst bezahlen (z.B. zwei Fahrstunden in einer Fahrschule + mindestens Sehtest) er will ja schließlich weiter mobil bleiben. Wenn ich BUS und BAHN fahren will/muss, dann muss ich als Rentner dafür auch bezahlen.

    Auf der anderen Seite gebe ich Canaris auch Recht, auch die Fahranfänger müssen ihren Beitrag leisten. Denkbar wäre z.B. eine einmalige, verpflichtende Teilnahme an einem Verkehrssicherheitstraining, mit Erwerb der Fahrerlaubnis in einem Zeitraum von 3 Jahren nach Erwerb.

  • Ui,

    da hab ich ja ein Thema eröffnet. War aber nicht meine Absicht. Vielmehr wollte ich vor der Falle warnen die ein unbemerkt abgeblendeter Innenspiegel im Sinne einer optischen Täuschung/ Abstandsverfälschung darstellt.

    Gebe aber hier weitgehend@ Canaris recht. Ich glaube gefährlicher auf unseren Straßen sind testosterongeschwängerte Männer von jung bis Mittelalter als Senioren ü60.

    Ich persönlich nutze zwar die Leistung des VR6 nicht mehr voll aus bin aber alles andere als ein Verkehrshindernis.

  • Natürlich gibt es bei diesem wie auch bei allen anderen Themen ein für und wieder.

    Klar fahren viele Idioten rum

    Klar muß man auf dem Dorf mobil sein

    Klar merkt man selber nicht wenn die Sehkraft nachlässt

    Klar sind unsichere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr für sich und andere

    Klar wird man zu gefährlichen Überholmanövern verleitet

    Das könnte ich hier noch endlos erweitern.

    Ich glaube das Problem ist das man sich selber nicht eingestehen will das es nicht mehr geht.

    Da fällt mir grade ein, selbst für nen dösigen Stapler muß ich regelmäßig die G25 Untersuchung machen......

    Gruß Marco

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    Einmal editiert, zuletzt von Matoa (26. April 2024 um 16:40)

  • Die Diskussion hat immer ein FÜR und WIDER aber ich denke auch, dass ein grundsätzliche Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ab Eintritt Rentenalter schon sinnvoll wäre (Renter-TÜV alle 2 Jahre).

    Sprich ich sitze bis zur Rente dann auf dem Bock des 40 Tonners und darf mich bestenfalls am ersten Rententag untersuchen lassen, ob ich noch fahrtauglich bin? :thumbs_down: :thumbs_down: :thumbs_down:

    Den Rentner TÜV gibts übrigens schon beim Busfahrer, denn der muss um so älter er ist um so öfter zum Gesundheitscheck.

    Leute, lasst doch mal das Alter für den normalen Autofahrer weg. Ich kenne ausreichend Fahrer zwischen 18 und 80 die man von der Straße jagen müsste. Die Einen weil sie gerade die Prüfung bestanden haben und definitiv noch nicht Auto fahren können, die Anderen weil sie es nie gelernt haben und vor sich selbst Angst haben und so weiter.

    Einzig ein in Abhängigkeit vom Alter gestaffelter Sehtest sollte schnellstens Pflicht werden und das nicht nur für den LKW Fahrer und Co.. Zum Beispiel alle 10 Jahre und ab 40 (da lassen die Augen oft nach) alle 5 Jahre.

    Um die Kosten nicht in die Höhe zu treiben, müsste es doch möglich sein, den bestandenen Sehtest irgendwie in die Plastikkarte zu bringen. Wenn nicht, muss die Pappe, ähhh Karte eben wie beim Kraftfahrer alle 5 Jahre erneuert werden.

  • Finde auch das man sich selber nicht einschätzen kann.
    Deswegen finde ich es Klasse wenn Ältere Leute sagen gebe meinen Führerschein ab. So erst Letztens beim Nachbarn von mir 82Jahre alt Fit wie ein Turnschuh.
    Hat ihn abgegeben nicht das er nicht Fahrtüchtig wäre bin oft hinter ihm gewesen und er fuhr meiner Meinung nach auch gut.
    Aber er sagt er ist mit Dem Verkehr heut zu tage überfordert. Viel mehr autos viel mehr was man beachten muß zuviel mitdenken für andere Verkehrsteilnehmer.
    Hut ab Herr Nachbar.
    Ich selber bin nach langem KH aufenthalt und seit dem Behinderung erstmal in die Fahrschule und habe 2 Praxis stunden gebucht um zu wissen ob der Fahrlehrer mich als Fahrtauglich hält.
    Er hatte nichts zu bemängeln außer die sachen die ich schon früher bei ihm gemacht habe :winking_face:

    Gruß Günther

    Konfuzius sagte -In der Ruhe liegt die Kraft -

    Viel zu lernen du noch hast, junger Padawan

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