Hi!
Das hier habe ich mal für das http://www.audi-speed.com forum geschrieben, ist aber auch für Corrados anwendbar;-)
Viel Spaß, Nico
In der Folge beschreibe ich eine perfekte Rundum Innen- und Außenreinigung und Pflege.
Zu Beginn jeden Kapitels wird kurz beschrieben, welche „Werkzeuge“ von Nöten sind, damit die beschriebenen Arbeitsschritte bestmöglichst ausgeführt werden können.
1-Die Außenreinigung
1.1-Außenwäsche, Türfalzreinigung und Felgenreinigung
Wird am besten beim SB Waschplatz der Tankstelle durchgeführt, da hier ein Dampfstrahler benötigt wird. Außerdem ist es in den meisten Orten verboten, sein Auto vor der Haustüre zu waschen.
Werkzeuge:
-1 Eimer mit einer Lösung aus rückfettendem Autoshampoo und Wasser
-ein sauberer großer und ein kleiner Schwamm
-Felgenreiniger (Säurehaltiger Felgenreiniger (zB Aral Felgenreiniger) kann hier zum Frühjahrsputz ruhig mal verwendet werden ,allerdings nur, wenn die Felgen nicht beschädigt sind, sonst kann es zu sogenannten „Blumen“ (Aufblühungen) kommen.)
-Gummihandschuhe
-eine große und eine kleine weiche Bürste
-Insektenentferner
-Insektenschwamm
-evtl. Kaltreiniger
Zu allererst werden die beiden vorderen Felgen, dann die beiden hinteren mit Felgenreiniger eingesprüht, dann werden unter Rücksichtnahme auf die max. Einwirkzeit des Felgenreinigers, die Felgen von Hand geschrubbt, mit Hilfe der verschiedenen Bürsten sollte es ganz gut gelingen, die Felgen sauber zu bekommen. Hier ist es nur wichtig, den Schmutz von der Felge zu lösen, nicht aber zu entfernen, dass wird nachher gemacht. (Da es ich beim S3 Serienrad um ein lackiertes/pulverbeschichtetes Aluminium Gußrad handelt sollte hier auf keinen Fall zu stark abrasiven Polituren oder anderen Hilfsmitteln gegriffen werden. Nie AKO Pads oder ähnliches verwenden, das wäre die Todeserklärung für eine solche Felge!)
Die Front, die Spiegel sowie der Bereich oberhalb der Windschutzscheibe werden jetzt mit Insektenentferner eingesprüht und mit Hilfe des Insektenschwammes von Fliegen usw. befreit. So, nachdem die Problemstellen des Autos behandelt sind, folgt nun die eigentliche Wäsche. Mit Hilfe des Hochdruckreinigers wird jetzt das Auto von oben nach unten von grobem Dreck befreit, beginnend vom Dach, wird der Dreck mit diesem „Wasserbesen“ nach unten gespült. (Tipp: Vorher alle Fenster schließen...) Die Felgen ordentlich abspülen und die Radkästen gründlich reinigen! Sollten jetzt an den Felgen noch Verschmutzungen zu sehen sein, hilft folgender Trick: Einen alten Lappen mit Felgenreiniger einsprühen und jede Felgen von Hand reinigen, mit viel Geduld wird so jede Felge blitzsauber ohne sie anderweitig zu beschädigen! (Felgenreiniger sollte nie auf heißen Felgen angewandt werden, die Reinigungswirkung verstärkt sich dadurch, die Lackschicht kann angegriffen werden!)
Alle Türen öffnen und vorsichtig mit der Lanze des Hochdruckreinigers die Einstiege reinigen, mit Hilfe von Schwamm und Bürsten, sollte auch hier jeglicher Dreck entfernt werden. (Mit dem Hochdruckreiniger muss hier vorsichtig gearbeitet werden, da man den Innenraum unter Wasser setzen könnte!) Bei der Heckklappe wird nach dem selben Schema verfahren. Wer hier starke Verschmutzungen von Fett oder ausgelaufenem Hohlraumwachs hat, kann zum Kaltreiniger greifen, mit dessen Hilfe auch fettige Rückstände entfernt werden können. (unbedingt Gummihandschuhe verwenden!!!) Abschließend müssen die Schlösser und Scharniere mit einer Portion Sprühöl (zB WD-40) gepflegt werden.
Evtl. Teerflecken können jetzt mit Hilfe von Teerentferner und einem Putztuch entfernt werden.
Nachdem in diesem Arbeitsschritt der grobe Dreck vom Auto entfernt wurde, kann jetzt mit der Oberwäsche begonnen werden. Wie schon vorher, beginnen wir auch hier beim Dach. Der große Schwamm sollte oft in den Eimer mit Shampoolösung getaucht werden, grundsätzlich ist hier darauf zu achten, dass stets viel Schaum verwendet wird, da sonst feine Kratzer entstehen können. Von oben beginnendwird nun nach unten geschwammt, allerdings nur bis zur (beim S3 lackierten) Stoßschutzleiste in den Türen. Der Grund hierfür ist, dass sich im unteren Bereich des Autos der meiste Schmutz sammelt, so dass dieser verteilt werden würde! Das Wasser würde schnell verschmutzen, was den Reinigungseffekt verschlechtert. Nachdem bis zu dieser Leiste rundum geputzt wurde, kann nun auch darunter gereinigt werden, als allerletztes bekommen auch die Felgen noch eine Ladung dieser milden Reinigungslösung ab, ebenfalls schwammen! Sehr wichtig sind bei diesem Schritt Kotflügelkanten und die oft sehr dreckige Schwellerunterseite!
Wer jetzt nach dem Winter eine Unterbodenwäsche machen möchte, fährt nun in die Waschanlage und kauft eben diese (aber nur diese!).
Nachdem nun auch der Unterboden gereinigt ist, wird mit dem Hochdruckreiniger das Auto klargespült. (Bei manchen Tankstellen kann man hierfür entmineralisiertes Wasser verwenden, falls möglich ,hernehmen, es hilft beim trocken und vermindert Wasserflecken!) Das ganze Auto wird nun mit klarem Wasser abgespült, die Einstiege, die Felgen und die Radhäuser dürfen dabei natürlich nicht vergessen werden.
1-2 Trocknen:
-sauberes Leder (sehr gut geeignet: Vileda Fensterleder, billig und gut!)
-Eimer mit klarem Wasser
-saubere Putzlappen
Das Leder nicht als Knäuel verwenden, sondern am besten 2mal falten und dann als Fläche benutzen. Es muss oft im Eimer ausgewaschen werden, da sich darin Schmutzpartikel festhalten. Beim Abledern des Fahrzeugs immer in einer Richtung arbeiten, in der Längsrichtung, am besten von vorne nach hinten! Die Fenster werden zwar nachher noch gründlich gereinigt, sie sollten aber trotzdem mit abgeledert werden. Als allerletztes werden die Einstiege abgeledert, mit den Putzlappen und etwas Autoshampoo oder Kaltreinger werden dann auf den Einstiegen und der Heckklappenöffnung verbliebene Flecken entfernt.
1-3 Motorwäsche:
Grundsätzliches: Man muss bedenken, dass bei einer richtigen Motorwäsche die konservierende Schicht des Motors abgewaschen wird und dieser dann keinen optimalen Schutz mehr hat!
Da die meisten von euch ja einen S3 fahren, rate ich einfach mal davon ab! Gründe hierfür: Eure Motoren sind sowieso unter einen Plastikabdeckung versteckt, vom eigentlichen Motor ist ja nicht viel zu sehen! Außerdem sind eure Autos ja auch nicht ewig alt und die Motorwäsche deswegen sicher nicht unbedingt nötig. Ein weiterer Grund ist, dass die Motorwäsche bei Audi verboten ist! Aus Garantiegründen darf diese nur von der Werkstatt ausgeführt werden, die den Motor danach auch wieder konserviert!
Deswegen empfehle ich euch folgendes: Putzlappen nehmen, naß machen und die Abdeckungen des Motors einfach abwischen, der Staub ist dann weg und der Motorraum sieht wieder frisch aus! Wer dann noch ein wenig Kunststoffpflegemittel aufträgt, hat die Optik eines neuen Motors!
Falls trotzdem jemand eine komplette Motorwäsche machen möchte (vielleicht bei einem anderen Auto), mailt mir, ich schicke euch dann gerne eine Anleitung!
1-4 Waschanlagen
Um ein Auto regelmäßig zu reinigen, ist es sicher nicht unbedingt sinnvoll sich jedes Wochenende eine Handwäsche anzutun. Für regelmäßige Unterhaltsreinigung ist die Waschanlage daher nicht zu verachten!
Zu den Arten der Waschanlagen:
Generell tendiere ich eher zu Bürstenwaschanlagen! Zwar sind gut gepflegte Lappenanlagen (reinigen mit Baumwollstreifen) sicher noch schonender für den Lack, allerdings eben nur, wenn die Lappen absolut sauber sind. Das Problem: In diesen Lappen hält sich der Schmutz deutlich besser als beispielsweise in den Bürsten normaler Anlagen! Die Folge: Autos ohne manuelle Vorwäsche hängen ihren Dreck in die Lappen rein und ihr bekommt ihn dann ab!
Gute Bürstenwaschanlagen erkennt man an einer sauberen Waschhalle und möglichst neuen Bürsten.
Generell gilt auch hier, keine Wäsche ohne manuelle Vorwäsche! Eine Vorreinigung mit dem Dampfstrahler ist unverzichtbar. Der grobe Schutz muss vorher abgespült werden, da er sonst wie Schleifpapier den Lack beschädigt!
Aktivschaum-Zauberschaum-Superschaum... Egal wie er heißt, sollte immer eine Wäsche mit Schaum genommen werden, dieser reinigt gründlicher und Vorallem auch schonender, weil die Bürsten durch den Schaum praktisch wie geschmiert über den Lack gleiten.
Heißwachsen oft auch Konservieren genannt ist praktisch überflüssig. Da das Wachs nur auf das Auto aufgesprüht, aber nicht manuell eingearbeitet wird, hält der Schutzeffekt nur bis zum nächsten Regen (auch wenn jeder Waschanlagenbesitzer anderes behauptet!). Außerdem wird das Wachs wie schon gesagt auf dem ganzen Auto verteilt, also auch auf den Scheiben, dort hat es allerdings nichts verloren! Fazit: Verzichtbar!
1-5 Scheibenreinigung:
Der grobe Dreck wurde ja schon von den Scheiben entfernt. Da wir uns aber ein Neuwagenähnliches Äußeres zum Ziel gesetzt haben, müssen die Scheiben natürlich nun einzeln von Hand gereinigt werden.
-ein X-beliebiger Scheibenreiniger (ihr könnt euch auch gerne speziellen Autoscheibenschaum kaufen, kostet viel und bringt nicht mehr als folgendes Spezialrezept: 1Liter Wasser mit einem Schuß von Mamas Spülmittel!)
-evtl. Silikonentferner
-evtl. Scheibenpolitur
-Papierputztücher (fusselfrei, am besten 3-lagig, oder alternativ Küchenpapier)
Scheiben sollten immer erst von Außen und dann von Innen gereinigt werden, der Grund: Man erkennt bei der späteren Innenreinigung Schlieren und Dreck auf den Scheiben deutlich besser!
Als erstes werden mit Hilfe des Silikonentferners evtl. Silikonflecken auf der Scheibe entfernt. Dann wird die Scheibe mit meiner Spezialmischung eingesprüht und kräftig geputzt, anschließend mit einem sauberen trockenen Tuch nachpolieren. Nicht vergessen: Scheibenwischerblätter und deren „Standstreifen“ auf der Scheibe ebenfalls reinigen! Sollte die Front- oder Heckscheibe stark zerkratzt sein, kann man mit einer Scheibenpolitur (zB von Sonax 250ml ca 14DM) gute Ergebnisse erzielen. Man kann diese Polituren auch maschinell verarbeiten, allerdings sollt hierbei sehr vorsichtig und mit niedriger Drehzahl gearbeitet werden.
1-6 Lackbearbeitung
Ohne Probleme könnte ich zum Thema „Richtig Polieren“ 5 Seiten schreiben...
Ich gehe in meinen folgenden Erläuterungen davon aus, dass es sich bei euren Autos um gepflegte Fahrzeuge jungen Alters handelt, damit ich hier ein wenig einschränken kann. Der Lackzustand eurer Autos sollte eigentlich recht gut sein, deswegen empfehle ich sofern kein Flugrost oder feine Kratzer (Brilliantschwarz...) vorhanden sind, nicht zu polieren, der erwünschte Glanzeffekt wird nämlich nicht hauptsächlich durch die Politur des Wagens erreicht, sondern durch das manuelle Auftragen von Hartwachs! Außerdem sollte man bedenken, dass bei einer Lackbearbeitung (Polieren) der Lack deutlich abgetragen wird, was bei einer durchschnittlichen Lachstärke von 0,10-0,15mm sehr schnell gefährlich werden kann. Unidecklacke (beim S3: Imolagelb, Absolutrot, Brilliantschwarz) haben nur die farbige Decklackschicht, deswegen sieht man (vorallem auf Bril-Scharz) feine Kratzer besonders stark. Bei den anderen Lackierungen (Lichtsilbermet., Goodwoodgrün Perl., Mineralgrau Met., Nogaroblau Perl., Mingblau Perl., Ebonyschwarz Perl.) ist der farbige Decklack noch von einer Schicht Klarlack geschützt.
1-7 Polieren:
-evtl. Poliermaschine
-kleiner Schwamm
-Putztücher
-Baumwolltücher
-Politur (kein Lackreiniger, sondern eine möglichst sanfte Politur!)
-evtl. Schleifpaste
Da wahrscheinlich nur die wenigsten von euch über eine gute Poliermaschine (kein 150DM Baumarkt Teil, damit schadet man dem Lack mehr als das man ihm nützt!) verfügen (deren Gebrauch außerdem gelernt sein will!), ist es am besten wenn ich hier die manuelle Politur beschreibe. Erstens: Polierarbeiten nie bei direkter Sonneneinstrahlung oder heißem Blech durchführen, die Reinigungswirkung einer Politur wird dadurch verstärkt, es kann zu Farbunterschieden im Lack und anderen unschönen Flecken kommen!
Bevor die Polierarbeiten begonnen werden, ist es sinnvoll alle nichtlackierten Kunststoffteile (beim S3 die seitlichen AeroLeisten und die Blende am Heck) mit einem Kunststoffpflegemittel zu behandeln, da die Politur auf diesen Stellen sonst nur sehr schwer bis gar nicht entfernbare Flecken hinterlassen kann!
Eventuelle Farbscheuerstellen von anderen Autos oder andere Lackschäden (auffällige Kratzer, richtig bös eingebrannte Fliegen) kann man vorab mit Hilfe einer sogenannten Schleifpaste entfernen. Dabei sollte aber sehr vorsichtig gearbeitet werden, da diese sehr grobkörnig ist und dementsprechend viel Lack abträgt! Vorsicht!!!
Die Politur wird nun in langsamen, kreisförmigen Bewegungen mit Hilfe eines kleinen (neuen!) Schwammes oder eines Lappen mit sanftem, gleichmäßigen Druck aufgetragen. Nie eine große Fläche bearbeiten, sondern sich immer auf kleine ca. Din A3 große Teilstücke konzentrieren. Auch hier wird von oben nach unten vorgegangen, die alte Grenze der Stoßschutzleiste gilt auch hier wieder aus denselben Gründen! Nachdem das ganze Auto auf diese Weise bearbeitet wurde, nimmt man nun das Baumwolltuch zur Hand und poliert mit diesem die weißlich angetrocknete Politur aus. Wie oben beschrieben, sollte auch hier kreisförmig gearbeitet werden. Nach diesem Arbeitsschritt ist der Lack grundgereinigt und fertig zur anschließenden Konservierung mit Hartwachs.
1-8 Wachsen:
-kleiner neuer Schwamm bzw. neuer Lappen
-Baumwolltücher
-Wachs (erhältlich als Flüssigwachs, als Paste oder auch in harter Konsistenz; flüßiges Wachs ist am leichtesten zu verarbeiten)
Nachdem das Auto poliert wurde, benötigt es jetzt eine frische Schicht Wachs, das vor Korrosion schützt und den wunderbaren Glanz verleiht!
Mit dem Schwamm oder dem Lappen wird das Wachs wie auch die Politur in den Lack eingearbeitet. Nachdem es angetrocknet ist (leichter Grauschleier) wird es mit einem sauberen, neuen Baumwolltuch auspoliert. Es können je nach belieben mehrere Schichten aufgetragen werden, dieses Wachs sorgt für den eigentlichen Glanz des Autos, ihr seht, eine umfangreiche und lackabtragende Politur ist nicht unbedingt nötig!
1-9 Autokosmetik
So, dass Auto ist nun vom Winterdreck befreit und der Lack in einwandfreiem Zustand! Trotz dieser aufwendigen Reinigung ist man aber vielleicht immer noch nicht ganz zufrieden!
Jetzt meine Beauty Tips:
-Gummipflegemittel (auch Reifenneu, Gummineu, Gummiglanz usw. genannt)
-Kunststoffpflegemittel (kein Cockpitspray, sondern eines für die äußere Anwendung)
-Chrompolitur
-Putzlappen
Mit Hilfe der Chrompolitur werden jetzt die S3 Signets, der vordere Chromrand des Grills sowie die Außenspiegel gereinigt. Das Kunststoffpflegemittel wird mit einem Lappen auf die schwarzen unlackierten AeroLeisten und die Blende in der Heckschürze aufgetragen. Fensterrandgummis sowie die schwarzen Leisten an den Dachrändern und sonstige Kunststoffteile (zB Kühlergrill) werden ebenfalls mit diesem Mittel gepflegt. Der Gummipfleger wird auf die Reifen aufgesprüht und mit einer weichen Bürste oder einem Lappen verrieben. Perfektionisten sprühen damit auch (zB fürs perfekte Fotofinish) die Radhäuser ein. Der Auspuff (beim Serien S3 ein verchromtes Doppelendrohr, bzw, eigentlich nur eine verchromte Doppelendrohr-Blende) wird ebenfalls mit Hilfe der Chrompolitur auf Vordermann gebracht. Wie bei den Felgen gilt auch hier: Hände weg, von AKOPads oder sonstigen kratzerbildenden Geheimtips (Stahlwolle!).
2-Die Innenreinigung
-großer Pinsel (Malerpinsel)
-evtl. Luftdruckpistole
-Staubsauger
-evtl. Sprühextraktionsgerät (kann man sich in Drogerien und Baumärkten ausleihen!)
-evtl. Polsterreinigungsschaum
-saubere weiche Polsterbürste
-evtl. Gummipfleger (wie oben!)
-weiche Bürste
-Lederpflegemittel
Als erstes: Innenraumbeleuchtung abschalten!!!
Zu Beginn der Innenreinigung wird das Auto erstmal komplett leergeräumt. Müll, Regenschirme, CD’s, Landkarten, vergammelte Cheeseburger, BH’s und sonstiger Unrat werden in einer Kiste gesammelt und nach getaner Arbeit sortiert. Ebenfalls entfernt werden alle Duftbäume, Schonbezüge (falls soetwas irgend jemand hat...) und Fensterklemmantennen. Einfach alles, was nicht fest zum Auto gehört!
Als nächstes werden die Fußmatten heraus genommen und ausgeschüttelt (vielleicht nicht direkt neben dem Auto...).
Nun wird differrenziert:
Gummimatten:
Diese werden mit Hilfe von Spülmittel, Wasser und einer Bürste gereinigt und danach sorgfältig abgespült und luftgetrocknet. Nachdem diese getrocknet sind, satt mit Gummipfleger einsprühen und mit einer Bürste verreiben. Danach nicht sofort in das Auto legen, da Gummipfleger meist nicht sehr gesund ist.
Stoff- und Veloursmatten:
Sind diese Matten stark verdreckt (tief festsitzender Dreck und Flecken) empfehle ich die Hammerhart Methode: Dampfstrahler! Wichtig ist, dass dabei ein wenig Abstand eingehalten wird, da sonst die Struktur dieser Matten beschädigt werden kann. Dampfstrahler auf „Abspülen“ stellen (also ohne Shampoo sprühen!) und mit diesem „Wasserbesen“ den Schmutz streifenweise heraus waschen! Bei hartnäckigen Öl oder Fett Verschmutzungen hilft ein wenig Waschmittel (es muss nicht Ariel sein) und eine Bürste. Wichtig ist jetzt, dass die Fußmatten gut getrocknet werden, ich empfehle einen trockenen, warmen Raum, nach spätestens 48 Stunden sollten die Matten trocken und sauber sein! Wer zufällig im Besitze eines Sprühextraktionsgerätes ist, kann sich hier natürlich den Dampfstrahler sparen!
Bei normalen Verschmutzungen werden die Fußmatten einfach gründlich abgesaugt. Bei kleineren Flecken hilft oft ein wenig Polsterschaum. Wer bei diesem Renigungsprozedere besondere Flecken auf seinen Matten entdeckt: Mail an mich, es gibt fast für jede Art Flecken eine Lösung!
Nachdem die Fußmatten gereinigt sind, beginnt nun die eigentliche Arbeit!
Zu allererst stellt ihr mal die Klimaanlage auf die höchste Gebläsestufe und auf die Ausströmer im Armaturenbrett. Ein Teil des Staubes wird so einfach herausgeblasen. Sollte dies nicht genügen um die Lüftungsdüsen von Staub zu befreien, greift man zur Luftdruckpistole (kostet im Baumarkt ca. 35.- mit Schlauch). Diese kann mit ein wenig Glück bei der Tankstelle angeschloßen werden. Mit deren Hilfe blast ihr in alle Ecken und Ritzen, sowie in die Ausströmer des Armaturenbretts. Das Lenkrad wird in folgende Position geschoben: ganz heraus und ganz runter, dann könnt ihr auch hier alles ausblasen. Wer nicht das Glück hat eine solche Pistole zu besitzen, nimmt einfach einen großen Malerpinsel (einen neuen!) und reinigt damit alle Ritzen und Ecken usw. vom Dreck der letzten Jahrhunderte.
Nachdem der feine Staub entfernt wurde, nehmt ihr nun den Staubsauger und saugt euer ganzes Auto. Von den Fußräumen über die Sitze (für Perfektionisten: Dachhimmel), allen Ritzen und Ecken, bis hin zur Kofferraumablage und den Bereich unter der Sitzbank. Der Bereich unter den Sitzen, die Seitenverkleidungen der Türen und Kopfstützen dürfen nicht vergessen werden. Die Aschenbecher entleert ihr und reinigt sie mit dem Fensterreinigergemisch. Bei starker Verstaubung saugt ihr außerdem das komplette Armaturenbrett mit einer Bürstendüse ab.
2-1 Lederausstattung/Leder-Alcantaraausstattung
Die Vollleder und Leder-Alcantara Sitze des S3 werden folgendermaßen gereinigt und gepflegt: Mit einem Putzlappen und einer Mischung aus lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel wird das Leder gereinigt. Die Alcantara Sitzflächen und Lehnenflächen werden abgesaugt und bei evtl. Flecken mit dem Sprühextraktionsgerät naßgereinigt. Flecken auf den Alcantara Flächen können aber auch mit ein wenig Polsterschaum und einer weichen Bürste gereinigt werden. Nachdem die Sitze so gesäubert wurden, wird mit einem weichen sauberen Tuch ein beliebiges Lederpflegemittel in die Ledersitze eingearbeitet. Sanft mit einem Baumwolltuch nachpolieren und das Leder glänzt und riecht wie neu! (Bevor auf dem Leder ein Mittel angewandt wird, sollte es an einer unauffälligen Stelle auf Farbechtheit getestet werden!)
2-2 Gurte
Sicherheitsgurte bestehen aus einem sehr festen, dichten Kunstfasergewebe, deswegen muss wegen der abzusehenden langen Trocknungsphase mit sehr wenig Wasser gearbeitet werden. Machen die Gurte beim Aufrollen Probleme, sollte nach folgender Methode gereinigt werden. Gurte ausziehen und ins gegenüberliegende Schloß einschnappen lassen, mit einem kleinen Schwämmchen oder einem Tuch und etwas lauwarmem Wasser mit Neutralseife wird der Gurt gesäubert. Nachdem die Gurte sorgfältig getrocknet sind, wird noch etwas nichtfettendes Gleitspray auf die Gurte gesprüht.
2-3 Kunststoffreinigung
-Staubtuch
-Kunststoffpflegemittel (Cockpitspray, Cockpitpfleger...)
-kleiner Schwamm
-Putztücher
-Spülmittel
Gereinigt werden die Kunststoffteile (wie Einstiegsleisten, Sitzunterbau, Seitenverkleidungen, Armaturenbrett usw.) mit einem kleinen Schwamm oder Putztuch sowie etwas Spülmittel-Wasser-Mischung. Eine kleine Bürste hilft, wenn es an den Verkleidungen der Türen Schleifspuren der Schuhe gibt. Nachdem die Kunststoffteile so gereinigt wurden, wird nun mit einem Tuch Kunststoffpflegemittel aufgetragen und ordentlich verrieben. Die Türdichtungen werden mit dem bekannten Gummipflegemittel eingerieben.
Sonstige Dinge, wie etwa Radio, Navigationsdisplay usw. werden einfach mit einem Staubtuch oder einem leicht angefeuchteten Tuch gereinigt.
2-4 Scheibenreinigung
-Fensterreinigermischung (wie oben!)
-evtl. Glasschaber
-evtl. Fensterspezialschaum
-evtl. Spezialbenzin (Feuerzeugbenzin)
-Papierputztücher (fusselfrei, am besten 3-lagig, oder Küchenpapier)
Die Fenster werden mit sauberen Putztüchern und dem bekannten Fensterreiniger geputzt, sollten noch Aufkleber auf der Scheibe kleben, ist jetzt ein guter Zeitpunkt sie zu entfernen. Mit dem Glasschaber werden die Aufkleber in flachem Winkel abgekratzt und evtl. Kleberückstände mit Spezialbenzin entfernt. Mit dem Fensterschaum werden stärkere Verschmutzungen sicher entfernt. Nicht vergessen: Gegen Schlierenbildung nach dem eigentlichen Reinigen der Fenster noch mal mit einem sauberen Tuch nachpolieren! Das Fensterleder, dass uns Außen gute Dienste erwiesen hat, ist im Autoinnenraum nicht geeignet!
Wie die Scheiben wird auch der Innenspiegel sowie die MakeUp Spiegel (für die Frauen unter euch ja sehr wichtig) so gereinigt. Falls jemand mit einem Essigreiniger Scheiben putzen möchte: Vorsicht, dieser kann zu Schäden an den Spiegeln führen, Bläschen können entstehen! Außerdem kann es Flecken auf dem Armaturenbrett geben, also lieber nicht hernehmen!
Die Abdeckung des Tachos wird am besten mit einem leicht feuchten, sehr weichen Tuch geputzt, nicht fest aufdrücken und scheuern, sonst gibt es feine Kratzer!