- Offizieller Beitrag
Bei der Ausfahrt am Wochenende mit den Freunden alter Fahrzeuge wurde über die Leergewichte der Fahrzeuge diskutiert. Mein Corrado VR6 wurde deutlich zu schwer, so um die 1400 kg, eingeschätzt.
Im digitalen Fahrzeugschein i-Kfz, stehen, wie auch in der technischen Beschreibung von VW von 1992, 1210 kg, aber 1994 wurden für den VR6 im VW-Prospekt 1285 kg angegeben. So weit so gut, aber die Richtlinie, wie und was in die Berechnung einfließen muss, hat sich mehrfach geändert.
Das Leergewicht (Leermasse) soll nach der EU Richtlinie 2007/46 folgendes beinhalten:
- Fahrzeug im fahrbereiten Zustand
- einschließlich '
- Flüssigkeiten wie (z.B. Bremsflüssigkeit, Scheibenwaschwasser, Öle) mit wie vom Hersteller angebende 100% Füllung,
- Werkzeug, Ersatzrad
- Masse des Fahrers mit 75 kg
- Tank zu 90% gefüllt (bei 70 Litern= 47,25 kg Superpuls).
Da VW die zum Produktionszeitraum gültige Fassung verwenden musste, ergibt sich, dass nach der aktuellen Norm zb. ein Corrado VR6 Baujahr 1994 ohne gewichtstreibende Sonderausstattungen ein Leegewicht (merkwürdig, weil ja das Fahrergewicht mit 75 kg mit gerechnet wird) von 1285 kg hat. So steht es auch im Corrado-Prospekt von 1994.
Nach der Norm ab 2007 wird aber nicht mehr 100% sondern nur noch 90% der maximalen Tankfüllung berücksichtigt.
Dies ergibt (70l= 52,5kg minus 63L = 47,25kg) minus 5,25 = 1279,75 kg.
Dieser Wert müsste eigentlich im Kfz-Schein eingetragen sein.
Ist aber nicht!
Ich vermute, dass selbst bei Ummeldungen immer noch 1210 kg im Schein steht, was aber eigentlich falsch ist.
Könnt ihr ja mal überprüfen.
Wenn man also Leergewichte von Oldtimern vergleicht, muss man also wissen nach welcher Norm dieser Wert ermittelt wurde.
Und was hat diese Diskussion gebracht?
Nix, außer mehr Wissen, was wahrscheinlich nichts nützt. ![]()
Interessant und eine schöne Ausfahrt war es trotz 35 Grad und ohne Klimaanlage trotzdem. ![]()